Projekte 2014

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Begleitveranstaltung "Karrieresprünge alter Nazis in der DDR"

Vortrag von Dr. Olaf Kappelt mit Diskussion

Antifaschismus gehörte offiziell zur Staatsdoktrin der DDR. Beständig wurde suggeriert,
die Alt-Nazis seien alle in den Westen geflohen und ehemaligen Faschisten sei im
Gegensatz zum Westen der Aufstieg in Führungspositionen von Partei und Staat in
der DDR verwehrt geblieben.
Der in der DDR geborene und im Westen aufgewachsene Soziologe und Buchautor Olaf Kappelt hinterfragt den von der DDR selbst gewählten antifaschistischen Anspruch und kommt zu erschreckenden Ergebnissen:
An allen Schaltstellen von Gesellschaft, Partei und Staat waren in der DDR ehemalige
Nationalsozialisten vertreten.
Bis heute ist dieses Thema wenig erforscht, obwohl Olaf Kappelt mit seinem
Braunbuch-DDR im Mai 2008 eine erweiterte Neuauflage seines Buches vorlegte.
Tausende Alt-Nazis konnten unerkannt in der DDR
wirken.
Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass einer der führenden Sozialhygieniker
der DDR einstmals als SS-Rottenfuehrer im berüchtigten Konzentrationslager Auschwitz
am Verfolgungs- und Vernichtungsprogramm der Nationalsozialisten direkt beteiligt war.
Bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1988 wirkt er als Institutsdirektor und Hochschullehrer
an der Universität Halle und war maßgeblich für die Erstellung der Lehrpläne in
Biostatistik und Medizinischer Informatik für die Medizinerausbildung in der DDR
verantwortlich.
Wie konnte es sein, das die NS-Rolle von Johannes Adam erst jetzt bekannt wurde und er geehrt und unbehelligt seinen Ruhestand in Halle genoss?
Solche und andere Fragen versuchte Olaf Kappelt in seinem Vortrag am 10. April zu beantworten.